Was genau ist ein Cuchumbo?
In Honduras steht das Wort Cuchumbo für mehrere Dinge zugleich: für den ausgehöhlten Kürbis, in dem Landarbeiter Wasser trugen, für den kleinen Becher aus rohem Leder zum Würfelschütteln — und, im weiteren Sinne, für den Geschenkaustausch im Dezember, bei dem alle einen Namen aus einem Becher ziehen. Alle drei Bedeutungen gehen auf dieselbe Maya-Wurzel zurück: chum, 'Kürbis'. Erstmals lexikalisch erfasst hat das Wort Alberto Membreño in seinen Hondureñismos von 1897. Der Brauch ist gemächlich und herzlich. Namen kommen auf Zettel, der Cuchumbo wird geschüttelt, und alle ziehen verdeckt einen heraus — das Geheimnis ist der Kern des Spiels. Ein Wunschzettel macht die Runde, damit alle Hinweise hinterlassen können, und über ein bis zwei Wochen tauchen kleine anonyme Geschenkchen oder Briefchen auf. Am Tag der Bescherung versammelt sich die Runde im Kreis, öffnet die Geschenke gemeinsam, und alle sagen etwas Liebes über die Person, die sie gezogen haben. Genau das macht diese App, digital: Der Cuchumbo schüttelt die Namen für dich, Hinweise ersetzen den umlaufenden Wunschzettel, und niemand — auch nicht die veranstaltende Person — sieht die Paare bis zum vereinbarten Tag. Funktioniert genauso im Büro zum Jahresabschluss, beim Familienessen oder in einer Gruppe, die über mehrere Städte verteilt ist.
